Von Betroffenen zu Beteiligten werden – Pastoralkongress im Erzbischöflichen Seelsorgeamt

Am 28. Februar findet der nächste Pastoralkongress im Erzbischöflichen Seelsorgeamt statt. Diesmal geht es um das Thema „Beteiligung“. In der Einladung heißt es dazu:

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pastoral,
liebe Ehrenamtliche in den Gemeinden und Verbänden,
egal, ob neue Stromtrassen gebaut oder neue Bahngleise verlegt werden sollen, ob es um die Energiewende oder die Zukunft der Wirtschaft geht, überall wird der Ruf nach Beteiligung lauter.
Menschen wollen direkt an Entscheidungsprozessen beteiligt sein, diese selbst gestalten, sich persönlich einbringen. Darauf reagiert die Politik. In Baden-Württemberg etwa wurde eigens das Amt einer Staatsrätin für Bürgerbeteiligung geschaffen.
Und in der Kirche? Auch hier wird mehr Beteiligung erwartet und gefordert: bei der Besetzung von Ämtern, beim Verkauf von Gemeindezentren, bei der Umgestaltung der Gemeindestrukturen, bei einer Neuausrichtung der Pastoral. Viele wollen sich stärker einbringen und das Leben der Kirche mitgestalten und fragen nach Möglichkeiten dafür.
Wie aber können Beteiligungsprozesse in einer Kirche gestaltet werden? Gelingende Beteiligung erfordert nicht nur die Bereitschaft und die Fähigkeit zum Dialog, sondern erst recht einen Dialog auf Augenhöhe. Sie geht davon aus, dass vorhandene Gestaltungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Auch macht sie nur dann Sinn, wenn die einen mutig Zuständigkeiten abgeben und andere diese bewusst wahrnehmen.
Der Pastoralkongress wird sich mit diesen Fragen auseinander setzen und die Bedingungen und Möglichkeiten von Beteiligungsprozessen in der Kirche ausloten. Wir dürfen gespannt sein, welche Impulse uns Pater Klaus Mertes SJ, Direktor des Kollegs in St. Blasien, dazu geben wird und wie es uns gelingt, diese auf unsere Arbeitsfelder hin zu übertragen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Domkapitular Andreas Möhrle
Domdekan und Rektor des Erzbischöflichen Seelsorgeamtes
Weitere Infos zum Kongress, das detaillierte Programm sowie die Möglichkeit zur Online-Anmeldung gibt es auf der Website der Erzdiözese Freiburg.