Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern unseres Blogs
gesegnete Kar- und Ostertage!

Glasfenster: Lamm Gottes

Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe:
Christus ist für unsere Sünden gestorben,
gemäß der Schrift,
und ist begraben worden.
Er ist am dritten Tag auferweckt worden,
gemäß der Schrift,
und erschien dem Kephas, dann den Zwölf.
Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen. Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. Als Letztem von allen erschien er auch mir, dem Unerwarteten, der “Missgeburt”. Denn ich bin der geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe. Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht – nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir. Ob nun ich verkündige oder die anderen: das ist unsere Botschaft, und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt.
1 Kor 15, 3-11

 

Bild: Lamm Gottes; Glasfenster Holy Family Catholic Church, North Baltimore, Ohio. Foto: Nheyob, Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: cc by-sa 3.0

Gestern war Freiburg-Premiere von “Lauf, Junge, lauf” im Harmonie-Kino – heute ist bundesweiter Kino-Start. Der große Saal hätte doppelt so groß sein müssen, um alle Kartenwünsche zu erfüllen. Woran lag´s? Ein Heimspiel! Für – den bekennenden SC-Fußballfan – Pepe Danquart, der in Begleitung von Christoph Ott, NFP-Filmproduktion und Filmverleih, seinen neuen Film vorstellte.

Dass die “Mediathek” an diesem Abend mit “Gast-Karten” in der Promi-Reihe im Kino mit dabei war, verdankt sich nicht nur dem aktuellen Kino-Tipp “Lauf Junge lauf” (verantwortlich: Margret Hummel) und der bewährten Kooperation mit der NFP bei “religiösen Filmen”, die bei “Von Menschen und Göttern” in Freiburg sogar ihren bundesweiten Start hatten, sondern auch einer guten Verbindung zwischen “Kino und Mediathek”, über das jährliche Augenblicke-Kurzfilm-Programm hinaus. Zum Inhalt des Filmes will ich an dieser Stelle nichts sagen. Wer von “Lauf, Junge, lauf” noch nichts gehört hat, findet auf unserer Kino-Tipp-Seite eine attraktive Präsentation.

Quelle: Sreenshot - Website zum Film http://laufjungelauf-derfilm.de/

Quelle: Sreenshot – Website zum Film http://laufjungelauf-derfilm.de/

Vincent van Gogh - "At Eternety´s Gate" Quelle: wikimedia commons

Vincent van Gogh – “At Eternety´s Gate”
Quelle: wikimedia commons

Wer sich “einfach so” angesprochen fühlt von einem Film mit dem Titel “Sind wir noch ganz knusper?”, würde seine Erwartung, dass es sich um etwas Leichtes, vermutlich Humorvolles handelt, nur ganz zu Beginn der 50-minütigen Dokumentation bestätigt sehen. Locker-beschwingte Musik, passend zu einem “Haus Sonnenschein”, vor dem ein Interview beginnt. Schnell würde dann aber klar, dass es “schwere Kost” ist, was die Hauptdarsteller/innen in ihrem Leben erfahren haben. Sie verbindet nämlich die Geschichte einer psychischen Erkrankung, die chronisch wurde. Arbeiten im angestammten Beruf ging verloren. Leben musste komplett neu sortiert werden. Leben war und ist Schwankungen unterworfen. – “Haus Sonnenschein” als Einrichtung der evangelischen Diakonie bietet diesen Menschen einen Ort der Begegnung, der Betreuung und Entfaltung.

Am Dienstag gab es die erste öffentliche Premiere eines bemerkenswerten Films in den Räumen der Katholischen Hochschule vor Studierenden. Irene Schumacher, Medienpädagogin aus Freiburg, mit einem Lehrauftrag an dieser Einrichtung, hat maßgeblich dazu beigetragen, dass dieser Film entstehen konnte. Sie hat das medienpädagogische Know How geliefert, so dass “Sind wir noch ganz knusper?” mit psychisch erkrankten Menschen konzipiert und realisiert werden konnte. Sie selbst sind die Hauptdarsteller/innen und haben einander gegenseitig interviewt, den Schnitt des Films angefertigt und die Musik ausgewählt. Dabei haben Sie nicht nur einiges in Sachen Film gelernt, sondern zuerst und vor allem sehr viel Mut aufgebracht: über die Geschichte ihrer Erkrankung zu sprechen; zu erzählen, was Lebensqualität für sie heute heißt und deutlich zu machen, was ihnen das “Haus Sonnenschein” bedeutet. – Stichwort “Mut”: Einige von Ihnen waren in Freiburg bei der “Studenten-Premiere” mit dabei, sind auf Fragen eingegangen und haben sich über ein positives und wertschätzenden Feedback gefreut.

Einige Worte aus dem Film und dem Nachgespräch habe ich mir notiert: “Es gibt nicht nur einen roten Faden, sondern ganz viele andere Fäden. Auch auf die gilt es zu achten.” – “Durch meine Krankheit habe ich den Glauben zu Gott neu gefunden. Es gab Menschen als Lichter in dieser Zeit.” – “Das Film-Projekt hat den Mitwirkenden viel Energie gegeben, auch über den Film hinaus.” – “Die Depression war schwer, trotzdem war sie auch was wert für mich. Ich bin gewachsen in Glaube, Meditation und Spiritualität.”

Derzeit ist der Film noch nicht verfügbar. Er soll aber im Internet zugänglich gemacht werden. Sobald dies der Fall ist, informiere ich darüber. Verweisen möchte ich auf einen Artikel in der Badischen Zeitung über das Film-Projekt.

Mein vorrangiger Eindruck am Ende dieser Begegnung mit dem Film und einigen der Akteure war: ein medienpädagogisches Film-Projekt, das sogar eine therapeutische Komponente in sich trägt: Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl sind fraglos beim Film-Schaffen und beim mutigen Schritt in die Öffentlichkeit gewachsen. Und uns, die wir nicht von einer solchen Erkrankung betroffen sind, tut es gut, einen doch sehr unmittelbaren Blick auf Menschen tun zu dürfen, die – trotz allem – versuchen, die möglichen Schritte nach vorne zu tun – auch wenn diese zuweilen extrem schwer sind. – Respekt und Hochachtung vor einer solchen “Lebens-Willen-Leistung”, das vermittelt der Film nicht zuletzt.

10.04.2014

Bloggertreffen 2014

Logo BlogözeseAuch in diesem Jahr findet wieder ein Treffen der deutschsprachigen katholischen Bloggerinnen und Blogger statt. Unter dem Thema “Das missionarische Potential der katholischen Bloggerszene” lädt das Referat Internetseelsorge der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) zusammen mit unserem Referat Medienpastoral des Erzbischöflichen Seelsorgeamts Freiburg vom 19. bis zum 21. September 2104 nach Erfurt ein.

Es ist in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich, Christ zu sein. Was sich in den ost- und mitteldeutschen Bundesländern, wo Christen deutlich in der Minderheit sind, zugespitzt zeigt, ist inzwischen oft auch in früher stark katholisch geprägten Gegenden deutlich spürbar. Die Weitergabe des Glaubens ist in einem zunehmend säkularen Umfeld und unter den Bedingungen unserer Zeit schwieriger geworden.

In dieser Situation gewinnt die Berufung eines jeden Christen, den Glauben zu bezeugen, neue Aktualität: eine missionarische Grundhaltung ist gefragt, die Bereitschaft, mit dem eigenen Lebenszeugnis für das Evangelium einzustehen, und die Fähigkeit, dieses Zeugnis so ins Wort zu bringen, dass der Gesprächspartner daran anknüpfen kann.

Die katholischen Bloggerinnen und Blogger bringen in ihren Blogs immer wieder ihren Glauben und ihre persönliche Glaubenserfahrung in der Öffentlichkeit des Internets zur Sprache. In diesem Zeugnis kann große missionarische Kraft liegen. Mit diesem Potential wollen wir uns in Erfurt beschäftigen. Als Referenten erwarten wir Prof. Matthias Sellmann und Frau Anna Heiliger (Ruhr-Universität / Zentrum für angewandte Pastoralforschung, Bochum).

Ich freue mich darauf, in Erfurt wieder vielen Bloggerinnen und Bloggern zu begegnen!

Nähere Infos zum Bloggertreffen gibt es als PDF-Datei auf den Webseiten von KAMP.

“Social Network – Die Revolution der Kommunikation” war der Titel des Medienkongress am 3. und 4. April in Villingen-Schwenningen. Hochschulseelsorger Michael Schlegel hat an der Veranstaltung teilgenommen und berichtet in einem Gastbeitrag für unser Blog. (Red.)

Logo Medienkongress Villingen-SchwenningenDer Medienkongress “Social Network – Die Revolution der Kommunikation”, organisiert von Prof. Michael Hoyer und Prof. Dr. Ullrich Dittler von der Hochschule Furtwangen, beleuchtete das gerne von seiner Tragweite her mit der Industrialisierung verglichene Phänomen. Katrin Busemann brachte die neuen Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013, die zeigt, dass sich die sozialen Netzwerke etabliert haben, ohne dass es immer noch einen Hype handelt. Sie sind schlicht in der Normalität angekommen. Dabei überwiegt die private Nutzung des Social Web. Bestätigt wird auch der Trend, dass zumindest bei der Altersgruppe der 14-29jährigen die sozialen Netzwerke die E-Mails in ihrer Bedeutung abgelöst haben, die immerhin noch bei allen anderen Gruppen ein klassisches Medium sind.

Die Geistlichen Impulse für die Fasten- und Osterzeit stellen jeden Donnerstag ein kurzes Youtube-Video vor, in dem eine Person portraitiert wird, die “Brücken” baut: Brücken zwischen Menschen, Kulturen, Lebenswelten. Die Erzdiözese Freiburg steuert zwei dieser Videoimpulse bei; einer ist jetzt veröffentlicht.

Die Kamera begleitet Jochen Vieser, der sich ehrenamtlich in der Straffälligenhilfe des Caritas-Verbandes SKM (Katholischer Verein für soziale Dienste)  engagiert. Der 53-jährige besucht einmal pro Woche Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt Bruchsal. Für die Inhaftierten ist er ein wichtiger Brückenbauer zwischen der Welt hinter Gittern und der Welt “Draußen”.

Hochhaus am Potsdamer Platz - Quelle: Thomas Belke

Hochhaus am Potsdamer Platz – Quelle: Thomas Belke

In einem Arbeitsleben gibt es priviligierte Momente – wenn solche sich über den Zeitraum von vier Tagen verteilen, umso besser! Letzte Woche war ein solches Highlight: In Berlin fand die 43. Medienbörse der Evangelischen und Katholischen Kirche im Johannesstift in Spandau statt. Was Rang und Namen hat im Bereich der diözesanen / landeskirchlichen Medienzentralen und auf Seiten “unserer” Filmanbieter war vertreten. 90 Teilnehmer/innen zählte die Medienbörse 2014! Interessant natürlich auch, dass Medienstellen aus Luxemburg, der Schweiz und Österreich mit dabei waren.

Zweiunddreißig Filme standen auf dem Programm, die meisten darunter Kurzspielfilme, einige Dokus, ein Animationsfilm in Spielfilmlänge. Filmsichtung, Aussprachemöglichkeit und Votum: “Wer würde den Film für seinen Verleih ankaufen, wenn er angeboten wird?” Das ist der eingeübte Dreischritt. Manche Filme sind bereits im Angebot, werden also gleichsam “promotet”, bei anderen kommt es tatsächlich auf “unser” Votum an. – Klar, dass über das Filmprogramm hinaus auch Kollegialität, Austausch und Feiern nicht zu kurz kommen. Das sind die hinlänglich bekannten positiven Nebeneffekte solcher Tagungen.

21.03.2014

Italian Sister Act

Beim italienischen Ableger von “The Voice” hat Sr. Cristina Scuccia Publikum und Jury mit einem Song von Alicia Keys gerockt:

DVD-Cover "Auf dem Weg zur Erwachsenentaufe"Ich hatte ja schon mehrfach über unser Projekt “Erwachsene auf dem Weg zur Taufe” berichtet (z.B. hier und hier). Nun ist es soweit: Die DVD-Produktion ist abgeschlossen und kann erworben werden. Der Vertrieb läuft innerhalb der Erzdiözese Freiburg über das Erzbischöfliche Seelsorgeamt, außerhalb unseres Erzbistums über das Katholische Filmwerk.

Kernstück der DVD ist ein 30-minütiger Film, der in der Rückblende die Wege von sechs Erwachsenen zur Taufe zeigt. Die einzelnen Abschnitte der Taufvorbereitung werden in vier Kapiteln vorgestellt: (1) Auf der Suche, (2) Begleitung auf dem Weg, (3) Gottesdienste und stärkende Riten, (4) Den Weg weiter gehen. Dabei kommen sowohl die Katechumenen als auch die Katechechumenatsbegleiterinnen und -begleiter mit ihren Erfahrungen zu Wort.

Darüber hinaus enthält die DVD fünf Einzelportraits der Katechumenen, die von ihren unterschiedlichen Wegen zur Taufe berichten; diese Portraits sind auch bei Youtube veröffentlicht. Umfangreiches pastoraltheologisches Begleitmaterial ermöglicht es, einen Blick zurück in die Geschichte der Taufe zu werfen, einzelne Schritte auf dem Weg der Erwachsenentaufe kennen zu lernen und einen Einblick in drei konkrete Vorbereitungskonzepte im Erzbistum Freiburg zu gewinnen.

Die DVD will Anregungen geben für Katechechumenatsbegleiterinnen und -begleiter, Patinnen und Paten von Katechumenen, Studierende, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an alle, die an der Vorbereitung auf die Taufe Erwachsener interessiert sind. Weitere Infos gibt es im Informations- und Werbeflyer.

Die Arbeit am Filmprojekt war für mich persönlich ein Highlight meiner Tätigkeit in den letzten zwei Jahren. Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen beigetragen haben!

Links zu den Youtube-Videos:

5.03.2014

#Fastenzeit 2.0

Fastenzeit - Mitmachaktion„Was heißt Fastenzeit für dich? Buße und Verzicht? Bewusster leben, lieben, genießen? Frei sein von allem, was dich einengt und belastet, durchatmen, aufatmen – sein, wie du bist? Als Mensch, als Christ? Poste dein Bild vom Fasten und zeig Allen, wie vielfältig Fasten sein kann!“ Mit diesen Worten laden die Bistümer Essen, Hamburg, Mainz, Osnabrück, Trier und Würzburg zu einer neuen Online-Fastenaktion ein.

Wer mitmachen will, ist eingeladen, ein Bild mit dem Hashtag #Fastenzeit bei Instagram hochzuladen. Alle weiteren Infos zu dieser schönen Aktion gibt es bei www.meine-fastenzeit.de. Dort werden auch Bilder zum Download angeboten, mit denen man in sozialen Netzwerken für das Projekt werben kann.

 


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