Beratung und Medien-Verleih sind Dienstleistungen, die zunächst mit der Mediathek verbunden werden. Veranstaltungen und Fortbildungen haben ebenso Bedeutung. Die zurückliegenden beiden Wochen waren in dieser Hinsicht eine “dichte Zeit”. Hier einige persönliche Eindrücke und Einsichten in komprimierter Form:
24. April – “Egli-Dienstag”
18 Erzieherinnen kommen ins Seelsorgeamt. Die Mediathek ist Kooperationspartner einer Fortbildung des Referates Kindertageseinrichtungen des Diözesancaritasverbandes. Es geht um “Bibel mit Kopf, Herz und Verstand”. Der Einsatz biblischer Erzählfiguren im Kindergarten wird einen ganzen Tag lang eingeübt. Die Referentin bringt mindestes 30 Egli-Figuren mit. Eindrucksvoll!
Das Mediathek-Angebot für die religionspädagogische Erziehung im Elementarbereich kommt in dieser Fortbildung auch in den Blick – und das geht über den Verleih von 7 Egli-Figuren deutlich hinaus.
Ich bin gespannt, ob die Veranstaltung “nachhaltig” für uns ist, sprich: ob es aus diesem Kreis Resonanz auf unsere Angebote gibt. Und eines wird mir nochmals bewusst: das Seelsorgeamt bietet sehr gute räumliche Voraussetzungen, um Fortbildungsveranstaltungen durchzuführen!
25. April – “Marathon-Mittwoch”
Morgens bin ich mit einer Einheit “Film-Bildung” bei 7 Pastoralassistentinnen, die an der Werkwoche “Erwachsenenbildung” teilnehmen. Klar geht´s immer auch um Werbung für die Mediathek und die 17 Religionspädagogischen Medienstellen in der Erzdiözese Freiburg, was z.B. mit einem Blick auf ausgewählte Bereiche der jeweiligen Websites schon gut gelingt. Mein vorrangiges Ziel ist aber, über das Medium “Kurz-Film” die Teilnehmerinnen anzusprechen. Das erreiche an diesem Vormittag gut, weil ich aus ihrer eigenen Praxis berichten kann: einer Film-Reihe
an drei Abenden, die ich mit einer Pastoralreferentin unter dem Titel “Film-Blicke * Fastenzeit durchleuchten” vor kurzem durchgeführt habe. Ausführlicher gehen wir auf den Kurzfilm “Der Strick” ein, der für “Grenzerfahrungen” am 1. Veranstaltungsabend stand. Eigene Eindrücke der Pastoralassistentinnen, mein Bericht über Ablauf und Resonanz des Abends, Hinweise zu Methoden für den Film-Einsatz, das lässt sich alles gut verbinden und macht Spaß! Dass “Der Strick” und viele weitere Kurzfilme auf dem Medienportal zum Download bereit stehen, ist noch ein weiterer Bonus-Punkt.
Nachmittags kommen 10 Realschulreferendare des Lehrerseminars aus Freiburg in die Mediathek. Sie unterrichten alle Religion. Über die letzten beiden Jahre hinweg hat sich ein Veranstaltungsformat entwickelt, das nach einer halben Stunde Kennenlernen der Mediathek noch gut anderthalb Stunden “Film-Bildung” vorsieht, auch hier bevorzuge ich Kurz-Filme. Wiederum gelingt der Mix aus emotional ansprechenden Filmen, einem Austausch über die bewegende Film-Eindrücke, das Erproben oder Vorstellen der ein oder anderen Methode und eine Bewertung durch die Teilnehmenden, ob und wie sie den Film in ihrem Unterricht einsetzen würden.
Abends geht´s ins Kino. Da kann ich mich zurücklehnen, weil Margret Hummel die Verantwortung für die “Augenblicke 2012″ im Freiburger Kandelhof-Kino hat und die Besucher/innen vor dem Film-Start im Kinosaal begrüßt. Bevor´s losgeht, erleben wir beide noch etwas Besonderes: einen großen Andrang vor der Kino-Kasse. Wir sind mehr als überrascht. Heute sind´s 140 “Kurzfilm-Fans”, die sich die 12 Filme anschauen wollen. Mehr als doppelt so viele wie in den vergangenen Jahren. Vermutlich liegt´s an der Ausschreibung des Kandelhof-Kinos, die so viele motiviert hat: “Kurzfilme sind kommerziell chancenlos. Also sind sie im Kinoalltag so gut wie ausgestorben. Ein Jammer – denn nirgends treibt die Filmkunst fantastischere Blüten. Originell, frech, pointiert und gut kuratiert ein Festival im Kleinen – das ist Augenblicke. Seit 20 Jahren schützt das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz die bedrohte Art und schickt ein Rudel preisgekrönter Geschichten auf die Reise durch Deutschland.” – Dass dieser Tag auch noch ein sportliches Highlight zu bieten hat, soll hier nicht verschwiegen werden: Bayern-München besiegt im Elfmeterschießen Real Madrid und zieht ins Champions-League-Finale ein; auch das konnte ich noch erleben, bevor´s dann genug war an diesem “Marathon-Tag”.
2. Mai – Realschulreferendare zum Zweiten
Weil Filme oft ganz unterschiedliche Resonanzen erzeugen, bin ich gespannt, wie mein Programm aus der letzten Woche bei dieser Gruppe ankommt, wiederum 10 Referendarinnen. Intensiv wird über den Kurz-Film “Jung und alt” diskutiert, weil zwei Teilnehmerinnen sich über die Entwicklung dieser Geschichte aufregen und damit, auf dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen, eine intensivere Auseinandersetzung im Kreis möglich wird. Mich freut´s, denn so lässt sich sich – pars pro toto – das Potential eines Kurzfilms erleben … Sehr interessiert sind die jungen Lehrerinnen auch am Medienportal. Ich merke es an drei Anmeldungen noch am selben Abend und weiteren in den folgenden Tagen.
8. Mai – Frust und Einsicht
Nein, nicht alles ist eitel Sonnenschein, wenn´s um Mediathek-Veranstaltungen geht! Einmal mehr müssen wir heute erfahren, dass das klassische Format – interessantes Medien-Thema + guter Referent – bei uns nicht (mehr) funktioniert. Heute soll es um das Angebot des SWR-Schulfernsehens für das Fach Religion gehen, das nicht nur in Sendungen sondern auch durch ein Multimedia-Portal vermittelt wird. Trotz breiter Werbung sind´s nur 4 Anmeldungen. Von daher: Absage. – Wie sich die Zeiten ändern: vor 5 0der 6 Jahren war eine solche Schulfernseh-Veranstaltung mit 60 Teilnehmenden bei uns fast überbucht. – Wo liegen die Gründe? Nicht interessant, weil ein Multimedia-Interessierter sich das Angebot selbst im Internet erschließt? Oder “out”, weil die Belastung für Lehrer/innen gewachsen ist und damit Bereitschaft und Zeit geringer werden, um solche “freiwilligen” Fortbildungsmöglichkeiten zu nutzen?
Ausblick
Jetzt kommt bis über die Pfingstferien hinaus für mich eine ruhigere Phase in Sachen Veranstaltungen. Wir bleiben aber dennoch am Ball: Nächsten Mittwoch besuchen uns Studierende aus Pädagogischen Hochschule. Sie werden von Josef Gottschlich betreut. Und Margret Hummel ist beim Katholikentag im “Zentrum der Generationen” mit vier Kurzfilm-Workshops engagiert.